Kleine Katastrophen und große Erfolge bei den Masters

Mit gebremster Vorfreude machte sich das 16-köpfige Team der SGS Münster auf den Weg zu den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Masters vom 01.-03.12.2023 in Hannover. Von Trainerin Susanne Rellensmann gut auf das Saisonhighlight vorbereitet, standen alle Athlet:innen gedanklich voll motiviert in den Startlöchern. Eigentlich, denn dann kam einiges anders als geplant.

Zunächst einmal war angesichts der Flut an Meldungen schon vorab klar, dass es im in die Jahre gekommenen Stadionbad an der Robert-Enke-Straße sehr voll werden würde. Ursprünglich wollten mehr als 1.500 Teilnehmer in Summe 5.100 Einzel- und knapp 600 Staffelstarts absolvieren. Dieser Melderekord veranlasste die ausrichtende SGS Hannover dazu, einige organisatorische Notwendigkeiten einzuführen und zudem den Vereinen die Möglichkeit einzuräumen, doch noch Meldungen rückgängig zu machen in der Hoffnung, dass sich die Teilnehmerzahl dadurch reduzieren würde. Es hatten weder Trainer:innen noch Zuschauer:innen oder für in dem entsprechenden Abschnitt nicht startende Aktive Zutritt zum Bad. Ein herber Schlag für alle Coaches, die ihre Teams viele Wochen vorbereitet hatten und sie nun nicht vor Ort begleiten durften. Außerdem eine spürbare Einschränkung für alle Aktiven, die den Wettkampf auf sich allein gestellt meistern mussten. Masters-Trainerin Susanne Rellensmann verfolgte den dreitägigen Wettkampf daheim per Livestream und gab ihr Feedback via Chat und Telefon. Auch in der Halle wurde es aufgrund der defekten Anzeigetafel erschwert das Geschehen zu verfolgen. Welche Zeit man kurz zuvor geschwommen war und wo man damit im Ranking stand, wurde nur durch den Blick aufs Livetiming auf dem Smartphone klar.

Vor allem die jüngsten Masters der Altersklasse 20 wollten ihr Können unter Beweis stellen und so gab es allein über 50m Freistil der Männer 57 Läufe. Zwar hatte man mit einem beheizten Außenzelt die Möglichkeit auszuweichen, um die Höchstgrenze von 950 Personen im Bad nicht zu überschreiten, jedoch half das nur bedingt. Am Samstagnachmittag wurde der Wettkampf aus Sicherheitsgründen unterbrochen und erst wieder aufgenommen, nachdem 50 Schwimmer:innen das Stadionbad verlassen und das Winterwunderland vor der Halle betreten hatten. Erst danach bekamen die Aktiven Einlass, die frierend vor der Halle standen und schon wenig später um Plätze und Rekorde mitschwimmen wollten.

Der Veranstalter mit seinen zahlreichen Helfern war sichtlich bemüht um einen reibungslosen Ablauf. Dennoch waren es lange Wettkampftage mit großen Pausen zwischen den Starts und es kam wenig Meisterschaftsstimmung auf, zumal die Siegerehrungen fast unbemerkt im Keller stattfanden. Hinzukam, dass krankheitsbedingt Susanne Büning, Rebecca Höner, Dieter Rosenbaum und Medaillengarantin Tanja Kintrup leider fehlten und dadurch Staffeln abgemeldet werden mussten.

So hatten wir uns das nicht vorgestellt – und einiges wiederum doch, denn die anwesenden Münsteraner:innen machten das Beste aus der Situation. Einige von ihnen zeigten sich sogar gänzlich unbeeindruckt vom Trubel und lieferten in bekannter Manier. Besondere Nervenstärke bewies Mareike Ehring (Jahrgang 2001) mit zwei Titeln über 50m und 100m Schmetterling. Zudem trug sie maßgeblich zur Goldmedaille der 4x50m Lagenstaffel weiblich (Sonja Wistuba, Inga Brüggenhorst, Mareike Ehring, Anika Brinkmann) und zur Bronzemedaille der 4x50m Lagen Mixedstaffel (Tom Schöpe, Inga Brüggenhorst, Mareike Ehring, Alexander Bergenthal) bei. Neben den Staffelerfolgen freute sich Inga Brüggenhorst (Jahrgang 1996) über ihren dritten Platz über 50m Brust (0:33,18 Minuten). Gesa Gronert (Jahrgang 1970) kämpfte sich angeschlagen zu Bronze über 100m Schmetterling. Die 60jährige Sandra Willeboordse hätte sich nach goldglänzendem Beginn am Freitag über 200m Lagen (3:00,63 Minuten) an den zwei Folgetagen zur Mehrkampfmeisterin (Gesamtwertung aller 50m Strecken sowie 100m Lagen) krönen können. Leider passierte ihr über 100m Lagen an der zugegebenermaßen anspruchsvollen Wende von Rücken auf Brust ein Missgeschick und sie wurde disqualifiziert. Damit war auch die Hoffnung auf den sicheren Sieg in der Mehrkampfwertung dahin. Sandra bewies Moral und befreite sich von ihrer Enttäuschung mit pfeilgeschwinden 0:30,68 Minuten über 50m Freistil. Was zunächst als neuer Deutscher Mastersrekord gefeiert wurde, war letztlich „nur“ ein weiterer Titel in der Altersklasse 60, da Sandra als Amerikanerin mit niederländischen Wurzeln keinen deutschen Pass hat. Über 50m Schmetterling gelang ihr in 0:34,43 Sekunden ein weiterer Coup als Zweite in der AK 60. Das ihm eigene und nicht zuletzt durch die Erfolge bei der Masters EM gestärkte, ruhige Selbstbewusstsein verhalf Herbert Kissenkötter (Jahrgang 1953) zum souveränen Sieg in der Mehrkampfwertung der AK 70. Bei allen fünf Starts schwamm er Saisonbestzeiten und sicherte sich drei Mal Bronze über 50m Brust, 50m Schmetterling und 100m Lagen.

Auch ohne Einzelmedaille zufrieden kehrten Lina Bundsinskiene (Jahrgang 1980) und Ruta Weidenhaupt (Jahrgang 1976) aus Niedersachsens Landeshauptstadt zurück. Beide schwammen persönliche Bestzeiten über 50m Brust in 0:40,42 Minuten bzw. 0:43,09 Minuten. Auch Marcel Berendonk (Jahrgang 1990) schwamm zwei Saisonbestzeiten über 50m Schmetterling und 50m Freistil. Sonja Wistuba landete mit einer guten Zeit über 100m Rücken (1:18,23 Minuten) wie so oft auf dem vierten Platz in der AK 40, verließ die Halle aber freudestrahlend mit der Staffelgoldmedaille sowie schönen Begegnungen und guten Gesprächen mit alten und neuen Weggefährten im Gepäck. Überhaupt war es trotz oder gerade wegen der Rahmenbedingungen ein tolles Teamevent. Alle Münsteraner Masters waren füreinander da, ob zum Jubeln bei erfolgreichen Rennen, zum Aufbauen nach Missgeschicken oder zum Helfen bei organisatorischen Hürden.

SGS Schwimmerinnen im DMSJ Bundesfinale

Triumphe feiern und Erfahrungen sammeln lagen beim NRW-Finale des DMSJ (Deutscher Mannschaftswettbewerb Schwimmen der Jugend) am 25./26.11.2023 in Wuppertal nah beieinander.

Die beiden qualifizierten Mädchen-Mannschaften der Jugend B (Jahrgänge 2008 und 2009) und Jugend D (Jahrgänge 2012 und 2013) konnten groß auftrumpfen und jeweils den dritten Platz belegen. Die beiden männlichen Teams der Jugend C (Jahrgänge 2010 und 2011) und D schlugen sich wacker und belegten den 5. und 8. Platz unter den zehn Finalisten. Nachdem die männliche Jugend A Mannschaft krankheitsbedingt schon in der Qualifikation auf Bezirksebene passen musste, musste nun auch die Jugend B absagen, da drei von fünf Startern erkrankt waren. Für Letztere war es besonders bitter, da sie nach Einschätzung von Cheftrainer Jörg Schiemann reelle Chancen auf den Einzug ins Bundesfinale gehabt hätten.

Schiemann zeigte sich entsprechend hin- und hergerissen zwischen Freude für seine erfolgreichen Athletinnen und Mitgefühl für die enttäuschten Schwimmer, die entweder nicht antreten konnten oder sich eigentlich im Finale noch hätten steigern wollen. Insbesondere die jüngeren Athleten zeigten sich beeindruckt von der DMSJ-typischen Stadionatmosphäre in der Wuppertaler Schwimmoper und vergaßen vor lauter Aufregung und vielleicht auch im Übereifer einige oft trainierte Basics, die letztlich Sekunden kosteten. Trainer Maximilian Reimann ging es ähnlich wie Jörg Schiemann. Er war einerseits begeistert von seinen B-Kader-Schwimmerinnen, die im NRW-Finale 17 Sekunden schneller waren als noch auf Bezirksebene, und andererseits motiviert, gemeinsam mit seinen Trainerkolleg:innen und den Schwimmer:innen weiter an Schwimm-, Wende- und Starttechniken zu arbeiten. Letzten Endes war aber auch er zufrieden mit seinen Schützlingen.

Den Schwimmerinnen der Jugend B (Ronja Gerling, Mira-Lynn Kulik, Olivia Hopfinger, Patricia Rutz und Marlene Lampen) fehlten letztlich nur neun Sekunden, um sich für das DMSJ Bundesfinale am 09./10.12.2023 in Wuppertal zu qualifizieren. Die Athleten der Jugend C (Laurin Weidenhaupt, Justus von Eichel-Streiber, Moritz Trenkpohl, Elija Marasus und Larion Manschulov) schwammen mit ihrer Gesamtzeit nach allen Staffeln bloß 16 Sekunden am Bundesfinale vorbei.

Große Vorfreude herrscht hingegen bei den fünf Mädchen der Jugend D (Josefine Michel, Anna Stockel, Juliana Smyla, Sára Szabó und Franka Gerling), für die der Einzug als neuntschnellste Mannschaft ins Deutschland-Finale schon jetzt ein riesiger Erfolg ist.

Drei Medaillen für Herbert Kissenkötter bei den Schwimm-Europameisterschaften der Masters

Herbert Kissenkötter von der SG Schwimmen Münster nahm erfolgreich an den European Masters Short Course Swimming Championships teil, die vom 19. bis 25. November 2023 im beeindruckenden Hallenbadkomplex Piscinas Olimpicus Funchal auf Madeira stattfanden. Bei dieser ersten Masters-Europameisterschaft auf der 25m-Bahn belegte er über 50m Brust den zweiten und über 50m Schmetterling sowie 100m Brust jeweils den dritten Platz in seiner Altersklasse J (70-74 Jahre). Hinzu kamen zwei vierte Plätze über 200 m Brust und 100 m Lagen.

Für die Veranstaltung waren 967 Teilnehmer:innen aus 33 Ländern (auch Ukraine und Israel) und 447 Vereine mit knapp 3.000 Starts gemeldet. Mit den drei Medaillen belegte die SG Schwimmen Münster in der offiziellen Medaillenstatistik Platz 163. Auf der teils mit ehemaligen Profis hochkarätig besetzten Veranstaltung wurden acht Welt- und zehn Europarekorde aufgestellt, allen voran durch den 41-jährigen Italiener Filippo Magnini, der neue Bestzeiten über 50 m Freistil (0:22,39 Minuten), 100 m Freistil (0:48,68 Minuten) und 50 m Brust (0:27,68 Minuten) setzte.

Die Stimmung bei den Teilnehmer:innen war gut und sie wurden von begeisterten Zuschauer:innen zu besonderen Leistungen angespornt. Umjubelt waren nicht nur die Schnellsten, sondern auch die ältesten Schwimmer:innen, wie ein 81-jähriger Athlet aus Italien, der für die 200m Schmetterling über sechs Minuten benötigte und bei dem jeder Armzug lautstark von der Tribüne aus unterstützt wurde. Älteste Teilnehmerin der Veranstaltung war mit 89 Jahren die gebürtige Münsteranerin Maren Piskora von der SSG Neptun Germering, die in ihrer Kindheit im Zoobad und Freibad Sudmühle schwimmen war, aber erst mit über 50 Jahren den Wettkampfsport für sich entdeckt hat.

Eine organisatorische Besonderheit waren die mehrfachen Änderungen der Startlisten, so dass man erst am jeweiligen Vortag über die konkrete Zusammensetzung der einzelnen Läufe und die zeitliche Planung digital informiert wurde. Die Läufe waren zuerst nur nach Meldezeiten  zusammengesetzt worden, später wurde die Laufeinteilung nach Altersklassen vorgenommen und noch später Läufe mit geringer Teilnehmerzahl zusammengefasst, so dass mancher Wettbewerb mit Lauf 2 oder 3 begann. Ein Novum war sicherlich auch, dass sich nach Ausfall des Freiwasserwettbewerbs über 1,5 km aufgrund zu hohen Wellengangs die betroffenen Schwimmer nachträglich für einen beliebigen noch ausstehenden Poolwettbewerb ummelden konnten. Auch Herbert hatte dadurch einen zusätzlichen Konkurrenten über 50m Schmetterling hinzubekommen.

Schon am kommenden Wochenende (02./03.12.2023) geht es für den schnellen Münsteraner gemeinsam mit seinem Team weiter bei den Deutschen Kurzbahn Meisterschaften der Masters in Hannover. Er wird dort beim sogenannten kleinen Mehrkampf antreten (alle 50m Strecken sowie 100m Lagen) und hofft auf weitere Medaillen.

Volles Programm bei der SGS Münster

Das vergangene Wochenende (18./19.11.2023) bot mit gleich vier Veranstaltungen viel Abwechslung für die Schwimmer der SGS Münster.

Die Schwimmer:innen Emma und Felix Vorwerk (beide Jahrgang 2008) sowie Jessica Bruns (Jahrgang 1979) fanden sich zu den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Para Schwimmen erneut im diesem Anlass würdigen Düsseldorfer Rheinbad ein. Am Start wurde die Spitze des deutschen paralympischen Schwimmsports ebenso herzlich begrüßt wie der Nachwuchs, der sich im Rahmen der integrierten Jugendmeisterschaften gemessen hat. Auch die älteren Masters Para Schwimmer:innen waren am Start.

Felix Vorwerk zeigte starke Leistungen und landete mit 3:56,56 Minuten über 200m Brust auf Platz 10 in der offenen Jugendwertung (Platz 5, Jugend B). Über 100m Brust verbesserte er seine Zeit um sechs Sekunden, schlug in 1:45,96 Minuten an (Platz 7, Jugend B) und ist somit nur noch 0,5 Sekunden von der Qualifikationszeit für die Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im nächsten Jahr entfernt. Auch über 50m Brust schwamm er Bestzeit in 0:49,74 Minuten (Platz 5, Jugend B). Ebenso konnte er seine Zeit in 200m Freistil verbessern und beendete das Rennen in 3:24,82 Minuten (Platz 11, Jugend B). Emma Vorwerk startete am Freitag wie ihr Bruder Felix über 200m Brust und schwamm ein beherztes Rennen in Bestzeit; leider wurde sie wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Darüber hinaus ging sie über 100m und 50m Brust und 100m Rücken ins Rennen, hatte jedoch aufgrund einer Verletzung beim Einschwimmen etwas Pech und konnte ihre Bestzeiten nicht verbessern. Jessica Bruns vom Stammverein TSV Handorf schwamm als Masters Schwimmerin ihre ersten Deutschen Para Meisterschaften und stand trotz angeschlagener Gesundheit über 50m Freistil auf dem Startblock. Sie landete mit 0:45,62 Minuten auf dem vierten Platz der Masters Wertung und war mit dem Ergebnis zufrieden.

Ins bayerische Aschaffenburg zog es Sára Szabó und Franka Gerling (beide Jahrgang 2013) zum sportlichen Kräftemessen im Rahmen des 69. Süddeutschen Jugendländervergleichs am 18.11.2023. Sie vertraten dort die Farben der NRW Auswahl unter der Leitung von Landestrainer Jürgen Verhölsdonk. Für beide war es eine spannende Erfahrung sich mit anderen Schwimmer:innen aus Deutschland zu vergleichen. Die schnelle Konkurrenz spornte Sára Szabó zu einem neuen SGS Jahrgangsrekord über 100m Freistil (1:08,63 Minuten) und einem deutlichen 1. Platz in ihrem Jahrgang an. Noch nie war ein 10-jähriges Mädchen der SGS schneller als sie über diese Krauldistanz. Die bisherige, 14 Jahre alte Bestmarke von 1:09,10 Minuten stammte noch von Jana Albers (Jahrgang 1999). Zudem war es ein tolles Gemeinschaftserlebnis für Sára, zusammen mit den eigentlichen Konkurrentinnen eine starke Staffel gegen die anderen Länderteams zu bilden. Franka Gerling schlug in schnellen 1:21,35 Minuten als zweite Athletin des Jahrgangs 2013 über 100m Rücken an und kann den Ausflug nach Süddeutschland ebenfalls als Erfolg für sich verbuchen.

Mit 21 Medaillen kehrten die älteren SGS-Schwimmer:innen von den NRW Mastersmeisterschaften am 18./19.11.2023 in Kamen zurück, darunter 8x Gold, 5x Silber und 8x Bronze. Der Wettkampf war gut besucht und die SGS mit zehn Teilnehmern vor Ort, die dort auf 401 Teilnehmer mit insgesamt 1.182 Einzelstarts und 99 Staffeln trafen.

Erste Plätze gab es für Alexander Bergenthal (Jahrgang 80) über 200m Freistil und 100m Lagen, ebenso für Tanja Kintrup (Jahrgang 1973) über 50m Rücken, Inga Brüggenhorst (Jahrgang 1996) und Lina Bundsinskiene (Jahrgang 1980) über 100m Brust und Marcel Berendonk (Jahrgang 1990) über 50m Schmetterling. Auch die Staffeln 4x50mFreistil mixed (Alexander Bergenthal, Marcel Berendonk, Rebecca Stewing, Tanja Kintrup) und 4x50m Freistil weiblich (Ulrike Oldag, Eva Luttrup, Ruta Weidenhaupt, Lina Bundsinskiene) wurden NRW Meister in ihrer Altersklasse.

Weitere Medaillen gingen an Lina Kunstleben (Jahrgang 1997) mit persönlicher Bestzeit über 100m Rücken (1:15,47 Minuten) und Ruta Weidenhaupt (Jahrgang 1976) über 100m Brust. Auch Tanja Kintrup,  Lina Bundsinskiene, Marcel Berendonk sowie Eva Luttrup sammelten weiteres Edelmetall. Der Wettkampf war ein guter Test für die in 14 Tagen stattfindenden Deutschen Kurzbahn Meisterschaften der Masters in Hannover, wo die SGS mit 16 Teilnehmern dabei sein wird. Eine echte Herausforderung wird die Durchführung dieses Saisonhöhepunkts werden, für den über 1.500 Teilnehmer mehr als 5.100 Einzel- und knapp 600 Staffelmeldungen abgegeben haben. Letztes Jahr in Rostock waren etwa 800 Athlet:innen bei den DKMM dabei.

Ebenfalls sehr erfolgreich waren die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften vom 16.-19.11.2023 in Wuppertal. In der Schwimmoper stellten sich Maximilian Kassenbrock (Jahrgang 2006), Falk Lömke (Jahrgang 2005), Vladyslav Mukhin und Jakob Wiens (beide Jahrgang 2009) der nationalen Konkurrenz. Jan Seelert musste krankheitsbedingt leider passen.

Falk Lömke schwamm im Vorlauf einen neuen Vereinsrekord über 100m Rücken (0:54,22 Minuten) und qualifizierte sich damit als 8. für das offene Finale, in dem er seinen Rekord auf 0:53,96 Minuten drückte. Kurz danach legte er noch einen Vereinsrekord über 50m Freistil in 0:22,95 Minuten nach. Auch über 50m Rücken konnte er mit neuem SGS Rekord von 0:24,39 Minuten über 50m Rücken als Vorlaufdritter ins Finale sprinten und erreichte dort einen tollen 6. Platz (0:24,53 Minuten). Die Medaillen wurden alle an Schwimmer mit Zeiten unter 24 Sekunden vergeben.

Maximilian Kassenbrock und Jakob Wiens schlugen über 400m Freistil beide in persönlicher Bestzeit (4:10,94 bzw. 4:13,36 Minuten) an und stehen damit jeweils auf dem 10. Rang der aktuellen DSV Bestenliste ihres Jahrgangs. Vladyslav Mukhin war einer der jüngsten Starter im Feld und erreichte trotz seines Alters zwei Reserveplätze für das Finale, d.h. hätte jemand für den Endlauf abgesagt, wäre er dabei gewesen. Er konnte mit vier persönlichen Bestzeiten zufrieden den Heimweg antreten und sich zudem vier Mal ganz vorne in den DSV Kurzbahn Ranglisten seines Jahrgangs eintragen.

Der Blick von Trainer Jörg Schiemann geht nun auf die Vorbereitung des Deutschen Mannschaftswettbewerbs Schwimmen (DMS) in der 2. Bundesliga. Er hofft, dass seine Athlet:innen ihre bisherigen Leistungen am 16.12.2023 in Gladbeck bestätigen oder sogar verbessern können.

Erfolgreicher DMSJ des Schwimmbezirks Nordwestfalen

Am 11./12.11.2023 fand in Recklinghausen der nordwestfälische DMSJ (Deutscher Mannschaftswettbewerb Schwimmen der Jugend) statt, für die elf Vereine gemeldet hatten. Teilnehmerstärkstes Team war dabei die ausrichtende SG Gladbeck/Recklinghausen, gefolgt von der SGS Münster. Da in Corona-Zeiten weniger Kinder den Weg zum Schwimmen fanden, konnte die SGS in diesem Jahr leider keine Kids-Cup Mannschaft (Jahrgang 2014 und jünger) stellen. Auch musste krankheitsbedingt bedauerlicherweise das männliche A-Junioren-Team (16-17 Jahre) kurzfristig zurückgezogen werden. Davon unbeeinträchtigt schwammen die anderen Teams allesamt auf das Siegerpodest und konnten sich größtenteils – die offizielle Bestätigung steht noch aus – Plätze für das NRW-Finale am 25./26.11. in Wuppertal sichern.

Cheftrainer Jörg Schiemann zeigte sich angesichts der Erfolge sehr zufrieden und auch C-Kader Trainerin Lara Seelert befand, dass „die Kids sich super angestrengt haben und fast nur Bestzeiten geschwommen sind.“ Allen habe es ihrem Eindruck nach Spaß gemacht und der Zusammenhalt der Mannschaft wurde durch das Staffelevent gestärkt. Auch B-Kader Trainer Maximilian Reimann lobte die gegenseitige Unterstützung der Teams und war positiv gestimmt. Er und sein jüngerer Bruder Felix hätten mit den Kindern in letzter Zeit viel Technik trainiert und diese Ansätze seien bei allen gut zu erkennen gewesen. Ebenso hätten die eingeübten Staffelwechsel gut geklappt.

In der Altersklasse D (Jahrgänge 2012 und 2013) der Mädchen gab es gleich zwei Münsteraner Teams. Im internen Vergleich die Nase vorn hatte die 1. Mannschaft aus dem B-Kader mit Josefine Michel, Anna Stockel, Juliana Smyla und Sára Szabó, die im Bezirk Rang 2 belegte. Ebenfalls wacker geschlagen hat sich die 2. Mannschaft mit Franka Gerling, Tilda-Constanze Grund, Pauline Honemann, Cosima-Venezia Teerling und Johanna Ingmann (alle C-Kader), die Unterstützung von Emma Rittstieg aus dem B-Kader erhielten. Sára Szabó und Josefine Michel schwammen als Schlussschwimmerinnen ihrer jeweiligen 4x100m Freistilstaffel sehr schnelle, aber aufgrund des sogenannten „fliegenden Starts“ inoffizielle 01:08,93 bzw. 01:08,53 Minuten. Franka Gerling schwamm zu Beginn der 4x100m Lagenstaffel eine tolle Zeit von 1:22,27 Minuten über 100m Rücken.

Die Jungs aus der Jugend D, bestehend aus Julius Homann, Thies Scharlau, Luis Weidenhaupt, Adrian Siebert, Adrian Essmann und Jonas Wistuba, nahmen ganz oben auf dem Podest Platz, obwohl ihre Konkurrenten größtenteils ein Jahr älter waren. Luis Weidenhaupt konnte seine Bestzeit über 100m Schmetterling innerhalb der Lagenstaffel um acht Sekunden auf 1:23,12 Minuten drücken. Adrian Essmann gelang das Kunststück, sich über 100m Brust von guten 1:42,76 Minuten in der Bruststaffel am Samstag auf 1:37,27 Minuten als Brustschwimmer in der Lagenstaffel zu steigern. Thies Scharlau näherte sich mit 1:11,23 Minuten über 100m Freistil der 1:10-Minuten-Grenze.

Die Mädchen aus der Jugend C (2010/2011) – Darleen Kock, Emma Honemann, Theresa Niobe Bellmann, Enda Schirmeisen, Marie Oldag – belegten den 1. Platz mit einer super Mannschaftsleistung. Laut Trainer Maximilian Reimann wird sich besonders Emma Honemann über ihre deutliche Steigerung über 100m Schmetterling gefreut haben.

Auch die gleichaltrigen Jungen (Jugend C) Laurin Weidenhaupt, Justus von Eichel-Streiber, Moritz Trenkpohl, Elija Marasus und Larion Manschulov freuten sich über Gold. Laurin Weidenhaupt legte als Startschwimmer über 4x100m Rücken eine stromlinienförmige 1:09,16 ins Wasser. Moritz Trenkpohl bewies mit 1:13,70 Minuten als Startschwimmer über 100m Brust, das er diese doch ziemlich komplexe Schwimmtechnik sehr gut beherrscht und in Tempo umsetzen kann.

Ronja Gerling, Mira-Lynn Kulik, Olivia Hopfinger, Patricia Rutz und Marlene Lampen bildeten zusammen das Mädchenteam der Jugend B (2008/2009). Ronja katapultierte sich mit 0:58,61 Minuten als Startschwimmerin der 4x100m Freistilstaffel auf den 7. Platz in der ewigen SGS Bestenliste über diese Strecke. Schneller war zudem seit sechs Jahren keine andere Münsteraner Schwimmerin mehr über 100m Freistil. Gemeinsam mit Patricia Rutz (1:00,76 Minuten), Mira-Lynn Kulik (1:03,75 Minuten) und Olivia Hopfinger (01:03,18 Minuten) bildete sie eine pfeilschnelle Kraulformation, die der Konkurrenz keine Chance ließ. Patricia Rutz brauchte als zweite Schwimmerin der 4x100m Rückenstaffel nur 1:08,13 Minuten für ihre Teilstrecke. Mit dieser Zeit verpasste sie die Top 10 der SGS nur knapp. Nur Tina Wetzel und Mareike Ehring waren in diesem Jahr schneller über 100m Rücken. Ebenfalls nicht zu verstecken mit ihren Zeiten brauchten sich Olivia Hopfinger und Mira-Lynn Kulik, die beide in der 4x100m Schmetterling Staffel in 1:08 Minuten anschlugen.

Das männliche B-Jugend Quartett (Jan Seelert, Uhyun Nam, Vladyslav Mukhin und Jakob Wiens) ergatterte sich ebenfalls den Sieg. Jan Seelert und Vladyslav Mukhin schwammen mit 0:54,26 bzw. 0:54,50 Minuten super Zeiten über 100m Freistil, dicht gefolgt von Jakob Wiens mit 0:55,53 Minuten. Als Startschwimmer der 4x100m Rückenstaffel verpasste Mukhin (0:59,29 Minuten) seinen 6. Platz in der SGS Bestenliste (0:59,07) vom letzten Wochenende in Wuppertal nur knapp. Seelert schwamm als Startschwimmer des 4x100m Schmetterling Rennens zwar keinen Vereinsrekord wie zuletzt, erreichte aber dennoch die viertschnellste jemals bei der SGS geschwommene Zeit.

Traditionell verkleiden sich alle Teams bei den DMSJ zur Siegerehrung. So trugen die D-Juniorinnen Highschool Outfits und die D-Junioren verkleideten sich als Skelette.

Für das DMSJ-Finale im Schwimmverband NRW qualifizieren sich jeweils zehn Mannschaften in den vier Altersklassen Jugend A bis D mit den niedrigsten Gesamtzeiten aller Bezirksentscheide. Die Qualifikationsergebnisse wurden soeben bestätigt, so dass nun klar ist, welche Münsteraner Teams die SGS Farben am 25./26.11. in Wuppertal vertreten werden: Qualifizierte Mannschaften SV NRW Finale_231114

Mario Kock hat wie immer wunderschöne Fotos von der Veranstaltung gemacht. Unbedingt mal reinschauen!

 

Erfolgreiche NRW Kurzbahnmeisterschaften

Bei den NRW Kurzbahnmeisterschaften am 04./05.11.2023 gab es bei 86 Starts der SGS Münster laut Trainer Jörg Schiemann „neben viel Licht auch ein bisschen Schatten“. Insgesamt war es aus seiner Sicht jedoch eine sehr erfolgreiche Veranstaltung in der Wuppertaler Schwimmoper.

Die 22 Teilnehmer aus Münster konnten zwölf Mal den ersten Platz für sich verbuchen, landeten sechs Mal auf dem zweiten und vier Mal auf dem dritten Platz. Bei ihren Starts purzelten fünf Vereins- und acht Saisonrekorde. Gleich 37 Mal schwammen die Athleten und Athletinnen persönliche Bestzeiten und zehn Saisonbestzeiten.

Besonders deutlich verbesserten sich Ronja Gerling (Jg. 2009) und Maximilian Kassenbrock (Jg. 2006), die sich beide über neue Bestzeiten über 400m Freistil freuten. Kevin Kock (Jg. 2007) konnte sich auf allen längeren Freistilstrecken steigern und jeweils vorne mitschwimmen. Seine Schwester Darleen Kock (Jg. 2010) schaffte es mit 19:40,94 Minuten über 1.500m Freistil erstmals unter die 20-Minuten-Marke. Marlene Lampen (Jg. 2009) sprintete mit Saisonbestzeit über 50m Rücken (0:30,92) auf Platz 2. Routinier Falk Lömke (Jg. 2005) sicherte sich die Titel über 50m und 100m Rücken. Elija Marasus (Jg. 2010) verbesserte sich bei allen drei Starts und siegte in seiner Wertung über 1.500m Freistil. Eine Bestzeit nach der nächsten und insgesamt fünf Siege errang Vladyslav Mukhin (Jg. 2009). Jan Seelert (Jg. 2008) freute sich nicht nur über einen Vereinsrekord über 100m Schmetterling (0:56,42), bei dem er seine Bestzeit um zwei Sekunden steigerte, sondern auch über zwei Podestplätze über 200m Lagen und 100m Schmetterling. Laurin Weidenhaupt (Jg. 2010) konnte sich nach seinem Wechsel in den A-Kader über eine tolle Verbesserung insbesondere über 200m Lagen freuen. Brustspezialist Moritz Trenkpohl (Jg. 2010) war ebenfalls glücklich über zwei neue Bestzeiten. Jakob Wiens (Jg. 2009) schwamm über 800m Freistil ungefährdet auf den zweiten Platz.

Neben den jüngeren Sportlern haben auch einige Münsteraner Masters (Altersklasse 20 und älter) aus Schiemanns Sicht sehr erfolgreiche Starts in der offenen Klasse absolviert. Obwohl mit den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Masters das nächste Saisonhighlight erst Anfang Dezember ansteht, schwamm Inga Brüggenhorst (Jg. 1996) ohne punktgenaue Vorbereitung über 100m Brust in beachtlichen 1:13,78 Minuten so gerade an den Top 10 der stark besetzten, offenen Wertung vorbei und landete auf Platz 11. Mareike Ehring (Jg. 2001) errang über 100m ihrer Lieblingsschwimmlage Schmetterling sogar den 5. Platz in der ebenfalls schnellen Konkurrenz. Tina Wetzel (Jg. 2005) ließ es sich nicht nehmen, auch nach ihrem Wechsel vom A- in den Masters-Kader ihre Sprintfähigkeiten über 50m Rücken unter Beweis zu stellen (0:31,20 Minuten). Gemeinsam mit Viviane Wilper (Jg. 2004) starteten die drei Schwimmerinnen auch als 4x50m Lagenstaffel in der Offenen Wertung und belegten Rang 12 von 30.