Deutsche Meisterschaften im Dezember als Ansporn

 Münster – Freude gepaart mit einer großen Portion Skepsis, die Blicke der Aktiven des Leistungskaders der SGS Münster sprachen Bände, als Hans-Martin Botz Leiter des Landesleistungsstützpunktes Schwimmen den Athleten mitteilte, dass die im Mai ausgefallenen Meisterschaften laut DSV nun vom 14. bis 19. Dezember in Dortmund nachgeholt werden. Von Anke Sundermeier -sun-

 „Natürlich freuen wir uns. Es gibt wieder mehr Ansporn, ein greifbares Trainingsziel. Vor dem Look down waren wir alle in Bestform. Dann folgte über Wochen nur tägliches Landtraining per Videokonferenz. Seit der Coronalockerung sind wir erst kurz wieder im Wasser. Was für die WWU Baskets die Ballfertigkeit ausmacht, ist für uns das Training unserer Schwimmfertigkeiten im nassen Element“, sieht Falk Lömke, den Meisterschaften mit gemischten Gefühlen entgegen. Lömke erreichte im Februar, bereits direkt nach dem Start der Qualifikationsphase sieben Qualifikationsnormen. Hinzu kommen Tina Wetzel, Valentin Schnermann, Leni Manzek, Oliva Hopfinger sowie B-Kader Athletin Patricia Rutz (2008), die derzeit in gleich drei Disziplinen auf dem 1. Platz der Deutschen Jahrgangsbestenliste steht. Laut Botz bremste der Look down weitere sieben Schwimmer, denen nur noch hundertstel Sekunden für eine Qualifikation fehlten, aus. Doch was überhaupt noch an Wassertrainingszeiten drin, wenn Coronaschutzbestimmungen den Badebetrieb und die Badnutzungsmöglichkeiten einschränken ?

v.l.n.r.
Beernink, Köster, Botz, Kassenbrock, Voege

Dass die SGS und die Stadt Münster, die Vorbereitungen der Schwimmer des Landesleistungsstützpunkts für die Deutschen Meisterschaften fest im Blick haben, zeigte sich da beim Präsenztermin in der Coburg.Mit den Vorgaben der neuen Corona Schutzverordnung schufen Udo Köster (Stadt Münster Sportamt) Daniela Voege (Bezirksleiterin Bäder), Schwimmmeister Marco Beernink sowie SGS Geschäftsführer Alf Kassenbrock und Landesstützpunktleiter Hans-Martin Botz die derzeit bestmöglichsten Trainingsvoraussetzungen für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und anstehenden Qualifikationswettkämpfen. Köster und Voege sehen den Landesleistungsstützpunkt Schwimmen als einen wichtigen Pfeiler für die Sportstadt Münster. Die Herausforderung für alle lag aber im Spagat, die für exzellente Leistungen nötigen Trainingsmöglichkeiten mit den durch Corona beschränkten Möglichkeiten, dem Breitensport und dem öffentlichen Badebetrieb in Einklang zu bringen. Botz:“Wir sind der Stadt unsagbar dankbar. Die zwei Stunden Trainingszeit im Anschluss an die regulären Öffnungszeiten geben uns die Möglichkeit das Trainingsspektrum zu erhöhen. Die Nutzung der 50 Meterbahnen in der Coburg sind optimal und tragen fundamental dazu bei, Leistungsperspektiven zu schaffen.“